online movies watch movies free free streaming movies Glutamin
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Energielieferant nicht nur für Sportler
Glutamin ist die häufigste Aminosäure (Proteinbaustein) im Körper und als wichtigste Stickstoff- und Energiequelle für die Zellteilung, das Immunsystem, aber auch bei körperlicher Belastung von großer Bedeutung. Deshalb wird Glutamin vielfach als Nahrungsergänzung für Sportler und Bodybuilder angeboten. Doch nicht nur Spitzensportler können unter einem Glutaminmangel leiden. Auch bei Patienten nach einer Operation, bei verschiedenen Darmerkrankungen oder bei chronischen Entzündungen kann ein solcher Glutamin-Mangelzustand beobachtet werden. In solchen Fällen kann es notwendig werden, dem Körper, der an sich Glutamin selbst herstellen kann, zusätzlich diese Aminosäure zuzuführen. Vor einer Behandlung mit Aminosäuren oder Aminosäure-Vorstufen ist unter anderem das Testprofil Aminosäuren von NeuroLab wichtig, um die Therapie individuell für den Patienten planen zu können.

Glutamin im Körper und in der Nahrung
Glutamin gehört wie Glycin zu den sogenannten nicht-essentiellen Aminosäuren. Es muss also nicht mit der Nahrung aufgenommen werden, sondern der Körper ist in der Lage, Glutamin aus anderen Aminosäuren selbst herzustellen. Dennoch kann unter bestimmten Bedingungen eine zusätzliche Gabe dieser Aminosäure notwendig erscheinen. Zum einen befinden sich Glutamin-Quellen in höherer Konzentration in Lebensmitteln wie Quark, Käse, Milch, Schinken, Geflügel und Eiern. Zum anderen kann Glutamin auch direkt zugeführt werden. Selbst scheinbar hohe Mengen wie 21 Gramm Glutaminzufuhr täglich haben sich als unbedenklich erwiesen. Der genaue Bedarf an Glutamin sollte jedoch im Rahmen eines Tests individuell bestimmt werden.

Glutamin hat zusätzlich eine Bedeutung als Vorstufe für andere Neurotransmitter (neuronale Botenstoffe). So steht Glutamin in direkter Beziehung zur Glutaminsäure und zu GABA. Aus Glutamin kann zum einen die Aminosäure Glutaminsäure unter Mitwirkung von Glutaminsynthase (GlnS) und Alpha-Ketoglutarat gebildet werden. Zum anderen kann Glutamin aus dem Neurotransmitter Glutamat gebildet werden. Auch dies geschieht unter dem Einfluss der Glutaminsynthase.

Wenn Glutamin nach seiner Bildung von den Nervenzellen aufgenommen wird, entsteht daraus unter Mitwirkung der Glutaminase wiederum Glutamat. Da Glutamat toxische Eigenschaften besitzt, ist der Recyclingprozess Glutamat – Glutamin – Glutamat ein wichtiger Entgiftungsschritt im zentralen Nervensystem (ZNS). Glutamat wiederum entgiftet das ZNS, indem es im sogenannten Citratzyklus aus dem Zellgift und Stoffwechselprodukt Ammoniak gebildet wird.

Glutamat ist die streng regulierte Vorstufe des dämpfenden Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Im Gehirn ist es die freie Aminosäure mit der höchsten Konzentration und ist selbst als anregender Neurotransmitter wirksam. Glutamat beschleunigt die Bildung von Acetylcholin, einem weiteren wichtigen Botenstoff im Gehirn, und unterstützt indirekt Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit.

Wirkungen von Glutamin, der Vorstufe von Glutamat und GABA
Nicht ohne Grund ist Glutamin die Aminosäure mit der höchsten Konzentration im Organismus, denn die Wirkungen von Glutamin sind sehr vielfältig. Es ist die wichtigste, nicht-essentielle Stickstoffquelle und der wichtigste Energielieferant. Da Glutamin für die Bildung der genetischen Information (DNS) notwendig ist, benötigen insbesondere Zellen mit einer hohen Teilungsrate größere Mengen dieser Aminosäure. Eine häufige Zellteilung führen insbesondere die Deck- und Drüsenzellen des Darms (Darmschleimhaut) und der Atemwege aus, aber auch die für die Immunabwehr bedeutsamen weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Zusammen mit den Aminosäuren Cystein und Glycin ist Glutamin die Basis zur Bildung von Glutathion, das für die Abwehr von freien Radikalen und oxidativem Stress besonders wichtig ist.

Hier wird bereits deutlich, warum sich ein Glutaminmangel auf die Immunabwehr auswirken kann und warum Patienten mit Entzündungen und Darmerkrankungen einen erhöhten Glutaminbedarf haben können. Auch bei einem gesteigerten Stickstoffbedarf der Leber und bei Alkoholmissbrauch sollte der Glutamin-Wert im Körper kontrolliert werden.

 

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