online movies watch movies free free streaming movies Serotonin
Serotonin PDF Drucken E-Mail

Dämpfender Neurotransmitter mit Wohlfühl-Effekt
Während Noradrenalin und Dopamin eine anregende, stimulierende Wirkung auf den Organismus besitzen, ist Serotonin einer ihrer wesentlichen Gegenspieler mit dämpfenden Eigenschaften. Seinen Namen verdankt Serotonin seiner Existenz in den Blutplättchen und im Blut-Serum sowie seiner Wirkung auf den Tonus der Blutgefäße, also auf den Blutdruck. Serotoninmangel spielt unter anderem eine bedeutende Rolle bei Migräne, Depressionen, Schlafproblemen und Essstörungen. Auch die so genannten Winterdepressionen stehen in engem Zusammenhang mit der verminderten Konzentration an dem neuronalen Botenstoff (Neurotransmitter) Serotonin. Zur Diagnose und Behandlung verschiedener mit Neurostress in Verbindung stehender Gesundheitsstörungen wie chronischem Stress, Burn-Out, Empfindungsstörungen oder unspezifischen Bindegewebsstörungen bietet NeuroLab verschiedene Untersuchungen an, welche unter anderem die Konzentration von Serotonin im so genannten zweiten Morgenurin messen.

Bildung von Serotonin, Einfluss von Entzündungen
Serotonin wird im Körper des Menschen aus der Aminosäure Tryptophan unter Mitwirkung von Vitamin B6 im Zentralen Nervensystem (ZNS), in der Darmschleimhaut, in der Lunge sowie in der Milz gebildet. Selbst bei einfachen Organismen ist Serotonin bereits nachweisbar. Zum Teil wird Serotonin in das für die Schlafregulierung wichtige Hormon Melatonin umgebaut. Wichtig zum Verständnis der Auswirkung von Entzündungszuständen auf die Serotoninproduktion ist die Tatsache, dass nur ein sehr geringer Teil der Aminosäure Tryptophan zu Serotonin umgewandelt wird. Der weitaus größte Teil wird für die Bildung der für die Immunregulation wichtigen Kynurenine benötigt. Wird bei Entzündungsreaktionen die Immunabwehr verstärkt, steigt die Bildung von Kynureninen an, so dass weniger Tryptophan für die Serotoninbildung zur Verfügung steht. Als Folge kann der Serotoninspiegel fallen. Ist die Immunabwehr dauerhaft (chronisch) aktiviert, so kommt es unter anderem zu einem Tryptophan-, Serotonin- und Melatoninmangel.

Serotonin wird nicht nur unter Einwirkung eines Enzyms abgebaut, es wird auch in Nervenzellen, in Blutplättchen und in Mastzellen gespeichert. Die Wiederaufnahme von Serotonin durch Nervenzellen wird durch bestimmte Antidepressiva verhindert (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, SSRIs), so dass der Serotoninspiegel dadurch faktisch steigt.

Breites Wirkungsfeld von Serotonin, Folgen von Serotoninmangel
Anders als man vermuten möchte, ist die höchste Konzentration (etwa 95 Prozent) des Neurotransmitters Serotonin nicht im Zentralen Nervensystem, sondern vielmehr im Magen-Darm-Trakt. Serotonin spielt hier eine wesentliche Rolle für die Regulation der Darmbewegungen und Darmfunktionen. So kann auch bei dem so genannten Reizdarm (Colon irritable, Schmerzen im Bauchraum mit veränderten Stuhlgewohnheiten ohne strukturell erkennbare Ursache) ein Zusammenhang mit Serotonin angenommen werden, da dieses die Empfindungen im Magen-Darm-Trakt beeinflusst.

Weitere Wirkungen von Serotonin in Verbindung mit Dopamin und Noradrenalin sind eine Verbesserung der Stimmungslage, Entspannung, Schlafförderung, Hemmung von Schmerzen und Steigerung der Motivation. Ausserdem hat Serotonin positiven Einfluss auf die gesundheitliche Situation bei Depressionen und Migräne. Serotonin hat ebenfalls einen Einfluss auf den Blutgerinnungsprozess. Auch für das Sättigungsgefühl und die Appetitregulation spielt Serotonin eine entscheidende Rolle, und verbessert durch die Steigerung der Körpertemperatur den Energiestoffwechsel.

Entsprechend kann Serotoninmangel, oft noch zusätzlich verstärkt durch einen Mangel an Melatonin und Dopamin, zu Konzentrationsproblemen, Schlaflosigkeit, Essstörungen, Gewichtszunahme, unspezifische Bindegewebsschmerzen (Fibromyalgie), Empfindungsstörungen, chronische Erschöpfung (CFS, Fatigue), Angstzustände, Migräne und Depressionen führen. Serotoninmangel kann genetisch begünstigt sein, durch dauerhafte Stresseinwirkung auftreten, durch eine chronische Immunaktivierung ausgelöst werden oder auch durch eine gehemmte Serotonin-Bildung aufgrund von Nervengiften entstehen. Im Zuge der Stressreaktionen des Körpers wird anfänglich die Bildung von Serotonin verstärkt, bei lang anhaltenden Stressbelastungen vermindert sich dagegen die Serotoninkonzentration erheblich. Die Bildung von Serotonin wird dabei gehemmt, wogegen der Bedarf bei anhaltendem Stress deutlich erhöht ist.

Diagnose des Serotoninmangels
Für die Diagnose eines Serotoninmangels und eine mögliche Behandlung, zum Beispiel mit Hilfe von Serotonin-Vorstufen, ist eine genaue Untersuchung des Neurohormon – Neurotransmitter – Haushaltes notwendig, da es eine enge Wechselwirkung zwischen anregenden Neurotransmittern wie Noradrenalin, Dopamin oder Adrenalin und den dämpfenden Neurotransmittern wie Serotonin gibt. Entsprechende Tests wie der NEUROSTRESS CHECK und die NEUROSTRESS Profile von NeuroLab werden unter Beachtung der verschiedenen möglichen Ursachen eines Serotoninmangels in Kooperation mit unserem Laborpartner Lab4more GmbH ausgewertet: So kann die Bildung von Serotonin aufgrund von Entzündungsreaktionen gehemmt sein, notwendige Enzyme können blockiert sein, genetische Defekte könnten vorliegen, oder es herrscht ein Substratmangel. Auf Basis der genauen Ergebnisse wird ein Behandlungsplan erstellt.


Beispiele für Behandlung mit Serotonin-Vorstufen
Infolge einer Behandlung mit den jeweils notwendigen Aminosäurevorstufen ist im zweiten Morgenurin bereits nach wenigen Tagen eine Erhöhung des Serotoninspiegels nachweisbar, was aber noch nicht der Regeneration der Serotonin-Konzentration entspricht. Eine Stabilisierung der Werte ist abhängig von dem einzelnen Patienten erst nach etwa drei bis vier Monaten festzustellen. Dabei erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen, zum Beispiel durch den Test NEUROSTRESS basis.

Beispielhaft seien zwei Behandlungsfelder genannt, Winterdepressionen und Essstörungen:
Bemerkenswert ist der ausgeprägte Serotoninmangel bei saisonalen Depressionen, auch vereinfacht Winterdepressionen genannt, die häufig in Verbindung mit Heißhungerattacken auftreten. Aufgrund der längeren lichtarmen Perioden (Winter) vor allem in den nördlichen Ländern entsteht bei entsprechender genetischer Veranlagung ein deutlicher Mangel an Serotonin, da Licht einen noch nicht ganz geklärten Einfluss auf die Bildung von Serotonin hat. Zur Behandlung von Winterdepressionen kommen neben der Lichttherapie auch die Einnahme der Aminosäurevorstufe 5-HTP (5-Hydroxytryptophan) oder SSRIs (Antidepressiva, die die Wiederaufnahme von Serotonin in die Nervenzellen verhindern) in Betracht.

Auch verschiedene Essstörungen (Adipositas) lassen sich ebenfalls mit der oben genannten Serotoninvorstufe behandeln, da hier ein wesentlicher Serotoninmangel vorherrscht, der sich negativ auf die Appetitregulation und den Energiestoffwechsel auswirkt.

 

Veranstaltungen

Aktuelles

EnergyPro

Unser Produkt ENERGYPRO ist ab sofort wieder lieferbar!